Was ist Meditation und was bewirkt sie?

Meditation ist eine spirituelle Praxis mit dem Ziel, den Geist zu beruhigen und uns ganz in die Gegenwart zu bringen. Dies gelingt mit regelmässig praktizierten Achtsamkeits- und Konzentrationsübungen.

 

Meditation kann sitzend, liegend, stehend, gehend oder in Bewegung ausgeführt werden.

 

Konzentrationspunkte können die Atmung, unser Körper, Klänge oder sogenannte Mantras (Rezitieren von Silben und Wörtern) sein.

 

Meditation kann uns helfen, auch im Alltag achtsamer und ausgeglichener zu werden. Dadurch sind wir den Umständen weniger ausgeliefert und können angemessener auf Situationen reagieren. Wir machen uns weniger Sorgen und unnötige Gedanken und können uns dem Strom des Lebens besser hingeben. Wir lernen, mit Stress, Angst und Krankheiten umzugehen. Die Meditation ist also kein Endzustand, sondern eine Brücke ins Leben.

 

Neben der Achtsamkeitsmeditation arbeite ich mit MBSR (siehe unten) progressiver Muskelrelaxation (PRM), Yoga Nidra, autogenem Training und sonstigen Entspannungstechniken.

 

John Kabat Zinn ist Molekularbiologe und Achtsamkeitsmeditationslehrer. Er hat das Programm MBSR (Mindfullness Stress Reduction oder Stressreduktion durch Achtsamkeit) entwickelt. In wissenschaftlichen Untersuchungen hat er festgestellt, dass unser Gehirn ein äusserst plastisches Organ ist, welches durch Erlebnisse geformt wird. Nicht nur seine Aktivität, sondern auch seine Struktur wird durch repetitive Handlungen verändert. Meditation ist eine solche repetitive Tätigkeit. Am Anfang kommt einem diese Repetition vielleicht langweilig vor, aber mit der Zeit realisiert man, dass es nichts Interessanteres gibt als den aktuellen Moment.